Kupu Kupu Barong Villas, Ubud

Das Kupu Kupu Barong in Ubud liegt im Landesinneren. Man blickt in ein steiles, unbewohntes Tal. Am tiefsten Punkt fließt ein reißender Fluss. Das ganze Hotel wirkt, als würde man fernab der Zivilisation mitten im Urwald wohnen. Die privaten Villen klammern sich an einen steilen Hang, so dass keine zwei Häuser auf der gleichen Ebene stehen. So bekommt man die Illusion, völlig alleine zu sein.

Eigentlich müsste man das Hotel gar nicht verlassen. Der Blick ist so atemberaubend, dass man im Prinzip den ganzen Tag auf der gewaltigen Terrasse sitzen könnte. Ab und zu kann man sich im privaten Pool etwas abkühlen – hier im Tal ist es nämlich noch wärmer als an der Küste. Besonders schön ist es, sich nach dem Abendessen noch mal ins frische Wasser zu legen. Wenn es dunkel ist, ist das Urwaldfeeling durch die Geräuschkulisse noch intensiver.

Das Essen wird auf der obersten Etage serviert. Der Blick ins Tal ist noch etwas schöner als weiter unten – sofern das überhaupt möglich ist. Da das Kupu Kupu ursprünglich gar kein Hotel war, sondern ein Restaurant, bleibt es seiner Historie treu: Das Essen ist unglaublich gut. Der französische Küchenchef kann balinesische Spezialitäten anbieten. Aber er weiß auch, wie man ein Steak in die Pfanne haut. Keine Selbstverständlichkeit in Indonesien. Die Kehrseite der Medaille: Wenn man im Restaurant angekommen ist, ist man klatschnass. Der Weg ist wirklich steil… :-)

Zumindest ein Mal sollte man sich dann doch aufraffen und sich Ubud anschauen. Das kleine Künstlerdorf bietet sehenswerte Gassen, viele Geschäfte und Tempel. Allerdings ist es auch entsprechend voll hier. Ubud ist einer der weniger Orte in Bali, wo man sich tatsächlich als Tourist fühlt. Schön ist es natürlich trotzdem. In den vier Tagen, die wir hier verbracht haben, war das schlechte Wetter eigentlich das schönste. Nebel und Regen passt einfach wunderbar zu dem einsamen Tal. Und bei warmem Regen in den Pool zu hüpfen ist besonders schön :-) Der einzige echte Nachteil ist der Preis. Das Kupu Kupu Barong war das teuerste Hotel, das wir auf Bali hatten. Ein paar Tage sollte man sich aber trotzdem gönnen. Den Aufenthalt vergisst man wahrscheinlich nie.

http://www.kupubarongubud.com/

Tugu Bali in Changgu

Die letzte Etappe unserer Bali-Reise war das Tugu Bali in einer kleinen Küstenstadt. Changgu ist berühmt für seine Reisterrassen, die hier bis hinunter zum Meer gebaut sind. Das Tugu Bali ist eine sehr spezielle Mischung aus Kunstausstellung, Museum und Hotel. Überall stehen Kunstgegenstände, die der Besitzer sein ganzes Leben lang zusammengetragen hat. Die Suiten sind nach berühmten Künstlern benannt.  Besonders eindrucksvoll ist die geflügelte Statue in der riesigen Eingangshalle. Auch hier sind wieder mehrere private Villen über das Gelände verteilt. Ein Konzept, das mir wesentlich mehr zusagt als die sonst üblichen Hotelbunker. Das Hotel ist auch sehr klein. Mehr als 20 Suiten dürfte es nicht haben.

Man wohnt hier wirklich besonders speziell. Die Häuser sehen aus wie gigantische Baumhäuser. Wir wohnten im ersten Stock – mit einer tollen Aussicht aufs Meer und den grandiosen Park. Um zum schönen Strand zu gelangen, muss man nur einen kleinen Weg überqueren. Allerdings ist die Brandung so stark, dass man nicht wirklich schwimmen kann. Dafür gibt es tolle Himmelbetten, in denen man es locker ein paar Tage aushalten könnte. Besonders großartig fanden wir, dass man essen kann wo man möchte. Einfach an der Rezeption Bescheid sagen – dann kommt das Frühstück aufs Zimmer. Oder man isst an einem der zahlreichen Seerosenteiche. Oder am Strand. Ein Service, den wir oft und gerne genutzt haben.

Alles in allem fand ich das Tugu Bali wunderschön. Ein herrlich entspannter Ort. Auch hier bleibt man von Touristen weitgehend verschont. Die Zimmer sind wirklich unglaublich. Und in der riesigen runden Badewanne kann man wirklich einen ganzen Tag verbringen. Eine echte Empfehlung!Homepage Tugu Bali

Matahari Beach Resort

Das Matahari Beach Resort ist eine 5-Sterne Anlage im Norden Balis. Eingebettet in einen riesigen, tropischen Park liegen private, kleine Villen verstreut. Ich könnte gar nicht wirklich schätzen, wie viele Zimmer das Hotel insgesamt hat. Es fühlt sich wirklich privat an. Auf der einen Seite des Hotels erheben sich majestätische Berge. auf der anderen Seite liegt ein hübscher, privater Strand aus schwarzem Sand.

Direkt am Strand ist auch eines der Restaurants. Man sitzt quasi direkt am Wasser. Eine wirklich schöne Erfahrung. Überhaupt ist das Essen extrem gut und passt zur Klasse des Hauses. Was uns am Norden der Insel gut gefallen hat, ist die Abwesenheit von Touristen. Hier wohnt man wirklich ruhig und abgelegen, fernab der Massen, die sich beispielsweise durch Ubud wälzen. Die Fahrt ins Hotel dauert übrigens entsprechend lange. Ca. 6 Stunden waren wir unterwegs, um von Denpasar in den Norden zu kommen. Die Fahrt an sich ist aber auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, etwas vom Land zu sehen. Viele Sehenswürdigkeiten liegen direkt am Weg. So ist es eine kurzweilige Reise.

Besonders erwähnenswert ist die Außendusche im Bad. Hier kommt das Wasser aus einem steinernen Drachen. Ein wirklich schönes Detail. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Hotel im Vergleich sehr preiswert war. Für ein Haus dieser Kategorie hat uns das erstaunt. So macht das natürlich noch mehr Freude :-)

http://www.matahari-beach-resort.com/

Vilalara Thalassa Resort, Faro

Wir hatten diesen Sommer schon zwei Wochen in Finnland verbracht. Im November wollten wir noch etwas Sonne tanken. Es sollte aber keine Fernreise werden, da nur noch eine Woche Urlaub übrig war. Die Wahl fiel auf Portugal. Anfang November kann man hier nämlich durchaus noch in der Badehose am Strand liegen.
Nach bewährtem Muster hatten wir auch dieses Mal einen Mietwagen und mehrere Hotels, in denen wir jeweils nur einige Tage bleiben wollten. Den Anfang machte das Vilalara Resort in der Algarve. Ich hatte mir Portugal eher wild und schön vorgestellt. Die Algarve ist allerdings das Grauen pur. Ein Hotelbunker neben dem nächsten. Als das Navi schon die Zielfahne zeigte, sah es immer noch so aus. Ich vermutete das schlimmste.
Als wir durch das große Tor auf die Anlage fuhren, sah die Welt übergangslos ganz anders aus. Das Hotel selber ist mittelgroß – es hat unter 100 Zimmern. Aber das ganze Areal ist gigantisch. Eingebettet in einen tropischen Park liegen verstreut einzelne Häuschen. Man merkt kaum, dass noch andere Gäste hier wohnen. Das fürchterliche Umland hat man auch schnell vergessen – man darf eben nur nicht das Hotel verlassen ;-)
Zentraler Punkt der Anlage sind die Restaurants. Sie gruppieren sich alle um einen großen Pool. Das ganze liegt direkt am Meer, auf einer ca. 30 Meter hohen Klippe. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend. Eine lange Treppe führt direkt zum Strand.
Das Hotel gehört zur Kette der Small Luxury Hotels. Diesem Anspruch wird es auch voll und ganz gerecht. Hier ist alles vom feinsten. Die Einrichtung ist sehr modern und geschmackvoll – ohne dabei protzig zu wirken. Alles ist in bestem Zustand. Das Essen ist unglaublich. Und leider auch entsprechend teuer.
Wir haben das Zimmer vergleichsweise günstig bekommen. Hier lohnt es wirklich, die Preissuchmaschinen zu bemühen. Liest man die Listenpreise auf der Homepage, kann man sich ein irres Lachen nicht verkneifen. Wir haben dank der Nebensaison und einigen Preisvergleichen allerdings nur knapp ein Viertel davon bezahlt.
Mit am schönsten war übrigens der Balkon des Zimmers. Hier gab es ein Plätzchen, auf dem ich es mit einem guten Buch und einer Decke locker eine ganze Woche ausgehalten hätte. Absolute Stille und ein Blick in den üppigen Park inklusive.
Für alle, die einfach Erholung suchen ist das Vilalara ein echter Tipp in der Nebensaison. Allerdings sollte man sich von der Algarve nicht allzuviel erwarten. Da war es wahrscheinlich mal sehr schön – heute ist da nur noch Beton.