Villa Hammerschmiede, Pfinztal

dp1q3034neuDie Villa Hammerschmiede ist ein geschichtsträchtiger Ort. Erbaut wurde das Haus 1893 als Wohnsitz für den Direktor eines nahegelegenen Hammerwerks. 1930 wechselte das Objekt den Besitzer und wurde Eigentum der Firma Krupp. Nachdem die Krupp AG ihr Werk in den 70ern geschlossen hatte, dauerte es noch einige Jahre, bis das ehrwürdige Gebäude an den Unternehmer Norbert Schwalbe verkauft wurde. Er erkannte das Potential und baute das alte Herrenhaus Ende der 80er Jahre zu einem sehr exklusiven kleinen Hotel um. Geplant war es schon immer als Familienbetrieb. Und das ist es bis heute geblieben.
dp1q2899-neuDer Empfang ist entsprechend herzlich. Hier ist nichts zu spüren von der üblichen distanzierten Geschäftigkeit in Hotels. Die Menschen sind freundlich und begegnen den Gästen auf Augenhöhe. Eine sehr angenehme Erfahrung.
Wir bezogen ein Zimmer im zweiten Stock der Villa. Was uns zuerst ins Auge fiel, war die wundervolle Aussicht in den Park des Anwesens. Hundertjährige Bäume wechseln sich mit gepflegten Rasenflächen und schattigen Kieswegen ab. Der Übergang in den Wald der Umgebung ist fließend. Wahrscheinlich hatte der Park tatsächlich 100 Jahre Zeit, um so prachtvoll einzuwachsen. Und das passt wirklich bestens zur Atmosphäre der Villa Hammerschmiede. Man ist einfach ein bisschen abgekoppelt von der Welt da draußen. Und das ist es ja, was gute Hotels ausmacht.
relaisDie Villa Hammerschmiede ein gutes Hotel zu nennen, wäre eine Untertreibung. Es handelt sich um ein Fünf-Sterne-Hotel, das zur renommierten Relais&Chateaux-Vereinigung gehört. Das spricht ja schon von vornherein für sich.

Besonders hervorzuheben ist das Restaurant, das absolut herausragende Küche bietet. Das Preis-Leistung-Verhältnis empfanden wir trotzdem als sehr ausgewogen. Auch das Ambiente ist toll. Man kann im urigen Gewölbekeller der Villa speisen. Oder wahlweise in einem stilvollen und lichtdurchfluteten englischen Pavillon. Im Sommer lockt eine wundervolle eingewachsene Sonnenterrasse. In den gleichen Örtlichkeiten findet auch das äußerst opulente Frühstück statt. Hier gibt es übrigens den besten Latte Macchiato, den ich je hatte.

Wir haben während unseres Aufenthaltes einen Nachmittag in der Therme in Baden-Baden eingelegt. Sie ist vom Hotel aus in ca. 35 Minuten zu erreichen. Eigentlich kann man aber auch einfach im hauseigenen „Felsenbad“ bleiben. Das findet man in einem Glaspavillon mit spektakulärem Ausblick. Darin gibt es ein großes Schwimmbecken, Whirlpool, Sauna, Dampfbad und ein Solarium. Das Ganze ist wirklich schön gestaltet. Und sogar rund um die Uhr geöffnet.
dp1q2951-neuStilistisch entspricht die Villa Hammerschmiede übrigens nicht immer zu 100% unserem Geschmack. Wir bevorzugen es eigentlich eher schlicht und zeitlos. Hier gibt es auch mal goldene Treppengeländer. Aber das ist natürlich reine Geschmacksache. Und die Hauptsache ist ja, dass alles stimmig ist. Das ist es hier in jedem Fall. Die Villa Hammerschmiede ist ein Gesamtkunstwerk mit jeder Menge Charakter. Wir haben uns hier wirklich sehr wohl gefühlt. Und können das Hotel wärmstens empfehlen. Vor allem Menschen, die auf gutes Essen wert legen, werden voll auf Ihre Kosten kommen.

www.villa-hammerschmiede.de

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Belle Epoque Baden-Baden

Über das Belle Epoque in Baden-Baden muss man eigentlich nicht viel sagen. Der Name ist hier tatsächlich Programm. Das kleine Hotel wirkt wie aus einer anderen Zeit. Die Atmosphäre ist geprägt von Ruhe, Gediegenheit und feinem Luxus. Eigentlich wirkt es gar nicht wie ein Hotel, sondern eher wie eine private Villa. Das mag auch daran liegen, dass es nur 20 Zimmer hat. Der schönste Platz ist sicher die Terrasse, von der man in den großen Park mit seinen jahrhundertealten Mammutbäumen schaut. Hier wird das Frühstück und Nachmittags der Tee serviert. Ein eigenes Restaurant hat das Belle Epoque nicht. Allerdings liegt es so zentral, dass man die Altstadt in wenigen Minuten erreicht. Für einen Wochenendtrip nach Baden-Baden ist das Hotel einfach perfekt. Wenn man dann noch einige Stunden in die Kaiser-Friedrich-Therme geht, fühlt man sich endgültig wie im 19. Jahrhundert.

Homepage Belle Epoque

Alte Mühle Thomas Höreth

An einem der letzten schönen Wochenenden des Jahres haben wir einen sehr netten Ort kennengelernt. Die Alte Mühle Höreth liegt in einem malerischen kleinen Städtchen an der Mosel. Wir sind in Darmstadt gestartet und dann einige Stunden am Rhein entlang nach Koblenz gefahren. Eine wunderschöne Strecke. Von Koblenz aus folgt man dann ein Stückchen der Mosel. Nach kurzer Zeit ist man auch schon da und kann sich im verwinkelten Innenhof des Restaurants bei einem Federweißen entspannen.

Restaurant und Hotel liegen ca. 300 Meter auseinander. Direkt beim Hotel liegt auch der kleine Frühstücksraum. Alles ist wirklich sehr liebevoll eingerichtet, wobei die Kitschgrenze stellenweise nur knapp verfehlt wird. Aber in einem Weindorf an der Mosel muss das eben auch so aussehen :-) Das Essen im Restaurant ist sensationell. Hier ist das Geld auch wirklich gut angelegt, während die Zimmer für meinen Geschmack etwas überteuert waren. Trotzdem ist es ein sehr guter Tipp, wenn man ein romantisches Pärchen-wochenende verbringen möchte. Einziger echter Haken: Es gab leider keine Badewanne.

Homepage alte Mühle Höreth