Grand Hôtel de Cala Rossa

Mit Luxus kann man sich schmücken. Oder damit angeben.
Heute schreibe ich über eine andere Art von Luxus. Es ist der, den man still genießt. Der die Seele erfreut. Willkommen im Grand Hôtel de Cala Rossa.cala1Natürlich ist das Cala Rossa ein waschechtes Luxushotel. Eines der Besten, in denen ich je war. Hier ist alles perfekt. Die Einrichtung, der Service, die Lage. Das gehört in dieser Klasse von Hotels einfach dazu. Aber das Cala Rossa bietet mehr. Hier ist der eigentliche Luxus die Privatsphäre, die Abgeschiedenheit und die absolute Ruhe.
Das Haus liegt an einem absolut idyllischen Privatstrand. Umgeben von jahrzehntelang gewachsenen Gärten. Zwischen Palmen und schattigen Pinien. Ein absolut magischer Ort. cala2

Der schönste Platz ist die weitläufige Holzterrasse, die fast bis ans Meer geht. Hier kann man sich den ganzen Tag aufhalten. Es gibt wundervolle Sonnenliegen und viele schattige Plätzchen. Im Hochsommer wird hier auch das Abendessen serviert. Mit frischen Zutaten aus dem eigenen Kräutergarten. Und mit einem Meerblick, der seinesgleichen sucht. Wenn im weichen Abendlicht die Berge zu sanften Schemen werden, will man den Blick gar nicht mehr abwenden.

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Direkt neben der Terrasse liegt der feinsandige Privatstrand. Und direkt davor das Meer. So kristallklar, frisch und sauber, wie man es eher in der Karibik vermuten würde. Nicht umsonst wird die Bucht als eine der schönsten der ganzen Insel gepriesen. Umso höher muss man bewerten, wie privat es im Grand Hotel de Cala Rossa bleibt. Übrigens haben nicht mal Moskitos die Chance, die Ruhe der Gäste zu stören. Es gibt ein hotelweites System zur Abwehr von Mücken. So etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Ganz selten knattert auch ein Helikopter über die Bucht. Echte VIPs können den Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände nutzen.

DP1Q1182Auch die Einrichtungen des Hotels sind über jeden Zweifel erhaben. Es gibt ein wundervolles SPA mit Hamam und einem großen, beheizten Indoor-Pool.
Im SPA bleiben keine Wünsche offen. Sogar einen eigenen Friseursalon gibt es. Und wer das hervorragende Essen wieder abtrainieren möchte, findet ein gut ausgestattetes Fitnessstudio vor. Ein zweites Restaurant für kühle Abende gibt es auch. Und sehr geschmackvolle, geräumige Zimmer. Hier hat man einen Blick in den schattigen, grünen Garten. Das Meer blitzt glitzernd zwischen den Zweigen hindurch. Und nach einigen Stunden am sonnigen Strand weiß man diesen Rückzugsort sehr zu schätzen. Zumal die Betten absolut perfekt sind.

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Und wo wir gerade bei den nützlichen Kleinigkeiten sind: Das Grand Hotel de Cala Rossa ist das erste Hotel, in dem das WLAN funktioniert. Und zwar bis in den letzten Winkel. Das schaffen nur die wenigsten Hotels. Und für mich ist das oft ein Ärgernis.

Ich war schon in vielen sehr guten Hotels. Manche davon sind auch in meinem Blog verewigt. Das Cala Rossa setzt bei den Strandhotels einen ganz neuen Standard. Gerade weil es den Luxus nicht so vordergründig in Szene setzt – sondern ihn ganz beiläufig inszeniert. Mit viel Natur, schöner Patina, perfektem Service und Designer-Möbeln, die nicht wie Fremdkörper aussehen. Ein absolut harmonisches Gesamtkunstwerk mit viel Liebe zum Detail.

cala4Wir waren leider nur zwei Tage hier. Am liebsten wäre ich den Rest meines Lebens geblieben. Heute werden wir den Abend auf der wundervollen Terrasse ausklingen lassen. Und versuchen, uns dieses Bild für immer einzuprägen.

www.hotel-calarossa.com

 

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Kasbah Tamadot, Asni

In diesem Blog geht es nicht um Sterne. Es geht nicht um Quadratmeter. Oder um Auflistungen von Serviceangeboten. Es geht vielmehr um besondere Orte, an denen man sich zu Hause fühlt. Oder noch besser: Um Orte, an denen man sich wohler fühlt als zu Hause. Zu letzterer Kategorie gehört die Kasbah Tamadot.
kasbah4Schon die Fahrt ins Atlas-Gebirge war ein Erlebnis. Über immer schmaler werdende Straßen lässt man den Trubel und die Hektik von Marrakesch hinter sich. Schon nach einer halben Stunde ist man nahezu alleine – von einigen Bauern mit ihren Eseln und den unvermeidlichen Mercedes-Taxen mal abgesehen. Die ersten Ausläufer der Berge beginnen schon ca. 45 Minuten von Marrakesch entfernt. Danach geht es immer weiter hinauf, vorbei an schroffen Felsen bis auf 1300 Meter. Man fährt durch das kleine Berberdörfchen Asni hindurch und erreicht nach ca. 5km die Kasbah Tamadot.

Kasbah2Kasbah bedeutet ursprünglich Zitadelle oder Festungsanlage. Und so sieht die ganze Anlage auch aus. Hohe Mauern umgeben das gesamte Anwesen. Große Tore aus eisenbeschlagenem Holz boten schon vor 100 Jahren Schutz vor Angreifern. Heute sperrt man damit vor allem den Alltag aus. Im inneren der Mauern kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Gebäude ist eigentlich gar nicht so riesig. Aber so verwinkelt, dass man hinter jeder Ecke etwas neues entdecken kann. Schattige Innenhöfe mit kleinen Brunnen wechseln sich mit kleinen und großen Terrassen ab. Überall wachsen Palmen, Orangenbäume und Rosen. Orientalische Ornamente, handgemachte Fliesen und eine Vielzahl von Kunstgegenständen runden das Bild ab.
Kasbah3Hinter dem Hauptgebäude befindet sich der Poolbereich. Hier ist das grandiose Bergpanorama besonders eindrucksvoll. Man kann sich einfach nicht sattsehen. Der große Pool hat angenehme 28 Grad. Der etwas kleinere Whirlpool ist gefühlt nahe am Kochtopf. Gemütliche Sonnenliegen oder die weißen Berberzelte laden zum verweilen ein. Egal für welchen Platz man sich entscheidet – nach einer Minute kommt ein freundlicher Kellner mit einer Flasche Wasser und frischen Früchten. Der Service ist wirklich toll. Die Menschen sind offen und herzlich. Ganz anders als in Marrakesch. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Personal hier sehr gut Englisch spricht. Die Sprachbarriere liegt ansonsten ja recht hoch in Marokko.
Kasbah1Das Hotel ist klein. Es besitzt nur 27 Zimmer. Viele Suiten befinden sich gar nicht im Hauptgebäude, sondern verteilen sich auf dem weitläufigen Gelände. Zum Beispiel gibt es luxoriöse Berberzelte, manche davon sogar mit privatem Pool. Dadurch wirkt die ganze Anlage sehr privat. Dass das Hotel ziemlich ausgebucht ist, merkt man eigentlich nur beim Essen. Im Restaurant ist jeder Tisch besetzt. Die Kasbah Tamadot ist eins der schönsten Hotels in denen ich je war. Nicht nur wegen der grandiosen Lage. Oder dem exzellenten Essen. Auch nicht wegen dem tollen Service oder den luxuriösen Zimmern. Sondern ganz einfach, weil hier alles passt. Echt, ungekünstelt und mit einer gehörigen Portion Patina. Überrascht hat mich vor allem das Publikum. Obwohl das Hotel wirklich teuer ist, laufen viele junge Leute in Shorts und Flip Flops herum. Die meisten bleiben wohl – wie wir – nur ein oder zwei Tage. Ein längerer Aufenthalt würde die Reisekasse dann doch arg strapazieren.

Kasbah Tamadot

The Lodge at Doonbeg

Ich war schon oft in Irland. Allerdings noch nie im Januar. Während manche das für eine komische Idee halten, erfreuen wir uns an der rauen und absolut touristenfreien Landschaft.
Die übliche Art Irland zu bereisen, ist mit einem Mietwagen. Irland ist so facettenreich – da wäre es wirklich eine Schande, nur an einem Ort zu bleiben. Nachdem wir die ersten zwei Tage in dem kleinen Städtchen Glengarriff verbracht haben, fuhren wir ein ganzes Stück Richtung Norden. Da wir im Januar mit viel Wind und Regen rechneten – was natürlich auch so ist – haben wir einige sehr nette Hotels gebucht. Es soll ja auch schön sein, wenn man mal nicht raus kann.
Die Lodge in Doonbeg liegt direkt am Atlantik. Vor dem Haupthaus befindet sich ein langer, wunderschöner Sandstrand. Allerdings verspürt man wenig Lust, dort zu schwimmen. Das mag an der Jahreszeit liegen. Oder am extrem wilden Meer. Jedenfalls sieht das ganze bei Wind und Sturm wirklich toll aus.

Wir haben eine Courtyard-Suite gebucht. Im Winter ist das tatsächlich sehr bezahlbar. Im Sommer kostet es wahrscheinlich sehr viel mehr. Die Suite besteht nicht nur wie üblich aus zwei Räumen, sondern ist in der Lodge ein ganzes Haus. Man ist regelrecht geplättet, wenn man die Tür zum ersten Mal öffnet. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Flur und eine Gästetoilette. Und natürlich der große, sehr geschmackvoll eingerichtete Wohnbereich. Hier ist wirklich alles vom feinsten. Und der große Kamin mit offener Feuerstelle brennt natürlich den ganzen Tag. Eine Küche gibt es auch. Aber die haben wir noch nicht wirklich genutzt. Im ersten Stock ist dann das Schlafzimmer. Mit dem wahrscheinlich größten Bett, das ich je gesehen habe. Das Bad ist auch sehr stilvoll eingerichtet. Allerdings hat es zwar eine riesige Regendusche – aber keine Badewanne. Man sieht hier wirklich, was schöne Materialien ausmachen. Ein echter Dielenboden, schöne Steine im Flur und im Bad. Und edle Möbel aus feinen Materialien. Das ganze ergibt ein absolutes Wohlfühlklima.
Das Hotel gehört zur Kette der Small Luxury Hotels. Es hat nur 38 Zimmer. Allerdings ist der ganze Komplex wirklich riesig. Kein Wunder, wenn jeder Gast ein ganzes Haus bewohnt.

http://www.doonbeglodge.com/