Azulik in Tulum, Mexico

Wie organisiert man eigentlich eine Fernreise ohne Reisebüro? Man setzt sich viele Nächte vor den Rechner und recherchiert, was es so gibt. In unserem Fall stand nur das Ziel fest: Mexico. Genauer gesagt: Die Halbinsel Yucatan. Weil hier die Sonne scheint, der Strand toll ist und sich im Urwald viele, spannende Zeugnisse einer längst vergangenen Kultur verstecken. Und wenn man den Bauch lange genug in die Sonne gehalten hat, dann ist es doch eine nette Abwechslung, eine Expedition zu mystischen Maya-Pyramiden zu starten.

Die ersten drei Tage wollten wir nur eins: Uns entspannen. Und zwar nicht in einem der dort typischen Hotelbunker, sondern in einem kleinen, möglichst abgelegenen Häuschen. Ein guter Weg, solche Hotels zu finden, ist Tripadvisor. Nach einigem stöbern stieß ich auf das Azulik. Genau was ich gesucht hatte. 12 kleine, private Villen. Direkt am Strand, auf einer kleinen Klippe gelegen. Auf unserer Terrasse gab es sogar eine kleine, runde Badewanne aus kleinen, bunten Mosaiksteinchen. Ein Restaurant oder einen Speisesaal suchte man hier vergeblich. Wenn man Hunger hatte, dann steckte man eine kleine Fahne ans Geländer der Hütte um so den Zimmerservice herbeizulocken. Das klappte tatsächlich ganz wunderbar.

Die Hütten selber sind eine wunderbare Mischung aus Luxus und Enthaltsamkeit. Alles ist aus wunderschönem, edlen Holz gebaut. Ganz so, wie es die Einheimischen seit Jahrhunderten machen. Das Glas der Fenster ist eigentlich das einzige Detail, an dem man erkennt, dass die Hütte doch recht modern sein muss. Elektrischen Strom gibt es nämlich keinen. Das ist viel schöner, als es klingt. Man zündet eben Kerzen an, wenn es dunkel wird. Das hat seinen ganz eigenen Reiz. Alles in allem eine wirklich wunderschöne Erfahrung.

Eigentlich hat das Azulik nur zwei Nachteile. Der eine ist natürlich der Preis. Der Andere war damals sehr unerwartet: Der wunderschöne karibische Ozean vor dem Fenster ist
so laut, dass man kaum zum schlafen kommt.

http://www.azulik.com