Alila Manggis

Für unsere zwei Wochen auf Bali hatten wir insgesamt vier Hotels ausgesucht, die über die ganze Insel verteilt waren. Den Anfang machte das Alila Manggis. Es ist nicht allzuweit vom Flughafen Denpasar entfernt.

Um ehrlich zu sein hatte ich mir von dem Hotel nicht allzuviel erwartet. Dazu war es im Vergleich zu den anderen einfach zu günstig. Ich dachte, nach einem vierzehn-Stunden-Flug wäre es onehin ziemlich egal, wie das Hotel aussieht.

Hier hatte ich mich gründlich getäuscht. Das Alila Manggis ist nicht spektakulär gelegen. Es hat keine riesigen Zimmer. Und auch keine privaten Villen, wie es in manch anderem Hotel Standard ist. Aber dafür ist es schlicht wunderschön. Sehr gepflegt, mit viel Sinn für die Details eingerichtet. Und absolut entspannt. So wohl wie hier habe ich mich wirklich selten in einem Hotel gefühlt. Nach einer Stunde im Pool war jedenfalls der Flug vergessen.

Mein Highlight war das offene Restaurant. Keine Fenster oder Türen. Nur ein Dach aus Palmwedeln. Mit Blick in den Park und aufs Meer. Ein herrliches Gefühl. Man kann sich einfach auch nicht vorstellen, wie warm es in Indonesien ist. Selbst mitten in der Nacht wird es nie auch nur annähernd kühl. Warum sollte man also Wände einbauen?

Einen Strand gibt es übrigens nicht. Der ist wohl vor ein paar Jahren durch den steigenden Meeresspiegel abgetragen worden. Aber wir haben ihn auch nicht vermisst. Der Pool ist einfach zu schön.
Hompage Alila Manggis

Tugu Bali in Changgu

Die letzte Etappe unserer Bali-Reise war das Tugu Bali in einer kleinen Küstenstadt. Changgu ist berühmt für seine Reisterrassen, die hier bis hinunter zum Meer gebaut sind. Das Tugu Bali ist eine sehr spezielle Mischung aus Kunstausstellung, Museum und Hotel. Überall stehen Kunstgegenstände, die der Besitzer sein ganzes Leben lang zusammengetragen hat. Die Suiten sind nach berühmten Künstlern benannt.  Besonders eindrucksvoll ist die geflügelte Statue in der riesigen Eingangshalle. Auch hier sind wieder mehrere private Villen über das Gelände verteilt. Ein Konzept, das mir wesentlich mehr zusagt als die sonst üblichen Hotelbunker. Das Hotel ist auch sehr klein. Mehr als 20 Suiten dürfte es nicht haben.

Man wohnt hier wirklich besonders speziell. Die Häuser sehen aus wie gigantische Baumhäuser. Wir wohnten im ersten Stock – mit einer tollen Aussicht aufs Meer und den grandiosen Park. Um zum schönen Strand zu gelangen, muss man nur einen kleinen Weg überqueren. Allerdings ist die Brandung so stark, dass man nicht wirklich schwimmen kann. Dafür gibt es tolle Himmelbetten, in denen man es locker ein paar Tage aushalten könnte. Besonders großartig fanden wir, dass man essen kann wo man möchte. Einfach an der Rezeption Bescheid sagen – dann kommt das Frühstück aufs Zimmer. Oder man isst an einem der zahlreichen Seerosenteiche. Oder am Strand. Ein Service, den wir oft und gerne genutzt haben.

Alles in allem fand ich das Tugu Bali wunderschön. Ein herrlich entspannter Ort. Auch hier bleibt man von Touristen weitgehend verschont. Die Zimmer sind wirklich unglaublich. Und in der riesigen runden Badewanne kann man wirklich einen ganzen Tag verbringen. Eine echte Empfehlung!Homepage Tugu Bali

Matahari Beach Resort

Das Matahari Beach Resort ist eine 5-Sterne Anlage im Norden Balis. Eingebettet in einen riesigen, tropischen Park liegen private, kleine Villen verstreut. Ich könnte gar nicht wirklich schätzen, wie viele Zimmer das Hotel insgesamt hat. Es fühlt sich wirklich privat an. Auf der einen Seite des Hotels erheben sich majestätische Berge. auf der anderen Seite liegt ein hübscher, privater Strand aus schwarzem Sand.

Direkt am Strand ist auch eines der Restaurants. Man sitzt quasi direkt am Wasser. Eine wirklich schöne Erfahrung. Überhaupt ist das Essen extrem gut und passt zur Klasse des Hauses. Was uns am Norden der Insel gut gefallen hat, ist die Abwesenheit von Touristen. Hier wohnt man wirklich ruhig und abgelegen, fernab der Massen, die sich beispielsweise durch Ubud wälzen. Die Fahrt ins Hotel dauert übrigens entsprechend lange. Ca. 6 Stunden waren wir unterwegs, um von Denpasar in den Norden zu kommen. Die Fahrt an sich ist aber auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, etwas vom Land zu sehen. Viele Sehenswürdigkeiten liegen direkt am Weg. So ist es eine kurzweilige Reise.

Besonders erwähnenswert ist die Außendusche im Bad. Hier kommt das Wasser aus einem steinernen Drachen. Ein wirklich schönes Detail. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Hotel im Vergleich sehr preiswert war. Für ein Haus dieser Kategorie hat uns das erstaunt. So macht das natürlich noch mehr Freude :-)

http://www.matahari-beach-resort.com/

Vilalara Thalassa Resort, Faro

Wir hatten diesen Sommer schon zwei Wochen in Finnland verbracht. Im November wollten wir noch etwas Sonne tanken. Es sollte aber keine Fernreise werden, da nur noch eine Woche Urlaub übrig war. Die Wahl fiel auf Portugal. Anfang November kann man hier nämlich durchaus noch in der Badehose am Strand liegen.
Nach bewährtem Muster hatten wir auch dieses Mal einen Mietwagen und mehrere Hotels, in denen wir jeweils nur einige Tage bleiben wollten. Den Anfang machte das Vilalara Resort in der Algarve. Ich hatte mir Portugal eher wild und schön vorgestellt. Die Algarve ist allerdings das Grauen pur. Ein Hotelbunker neben dem nächsten. Als das Navi schon die Zielfahne zeigte, sah es immer noch so aus. Ich vermutete das schlimmste.
Als wir durch das große Tor auf die Anlage fuhren, sah die Welt übergangslos ganz anders aus. Das Hotel selber ist mittelgroß – es hat unter 100 Zimmern. Aber das ganze Areal ist gigantisch. Eingebettet in einen tropischen Park liegen verstreut einzelne Häuschen. Man merkt kaum, dass noch andere Gäste hier wohnen. Das fürchterliche Umland hat man auch schnell vergessen – man darf eben nur nicht das Hotel verlassen ;-)
Zentraler Punkt der Anlage sind die Restaurants. Sie gruppieren sich alle um einen großen Pool. Das ganze liegt direkt am Meer, auf einer ca. 30 Meter hohen Klippe. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend. Eine lange Treppe führt direkt zum Strand.
Das Hotel gehört zur Kette der Small Luxury Hotels. Diesem Anspruch wird es auch voll und ganz gerecht. Hier ist alles vom feinsten. Die Einrichtung ist sehr modern und geschmackvoll – ohne dabei protzig zu wirken. Alles ist in bestem Zustand. Das Essen ist unglaublich. Und leider auch entsprechend teuer.
Wir haben das Zimmer vergleichsweise günstig bekommen. Hier lohnt es wirklich, die Preissuchmaschinen zu bemühen. Liest man die Listenpreise auf der Homepage, kann man sich ein irres Lachen nicht verkneifen. Wir haben dank der Nebensaison und einigen Preisvergleichen allerdings nur knapp ein Viertel davon bezahlt.
Mit am schönsten war übrigens der Balkon des Zimmers. Hier gab es ein Plätzchen, auf dem ich es mit einem guten Buch und einer Decke locker eine ganze Woche ausgehalten hätte. Absolute Stille und ein Blick in den üppigen Park inklusive.
Für alle, die einfach Erholung suchen ist das Vilalara ein echter Tipp in der Nebensaison. Allerdings sollte man sich von der Algarve nicht allzuviel erwarten. Da war es wahrscheinlich mal sehr schön – heute ist da nur noch Beton.

Hotel Mawimbi auf Holbox Island

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Ganz am Ende unserer Mexico-Reise wollten wir noch einige Tage richtig ausspannen. Ich hatte nur das erste Hotel aus Deutschland gebucht. Den Rest hatten wir im Land gefunden. So konnten wir ziemlich frei herumfahren, ohne zu festgelegt zu sein. Das letzte Hotel sollte allerdings in der Nähe des Flughafens in Cancun stehen. So fanden wir Holbox Island.

Holbox Island ist – wie der Name schon sagt – eine Insel. Nicht weit vom furchtbaren Touristenort Cancun entfernt, findet man hier ein richtiges Paradies. Eine Stunde Fahrt mit einem kleinen Linienboot weckt bereits die Vorfreude. Das Auto parkt man derweil auf dem Festland und hofft, dass es noch da ist wenn man zurückkommt.

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Das Hotel Mawimbi ist ebenfalls ein sehr kleines Hotel. Es hat nur 10 oder 12 Zimmer, die allerdings alle sehr liebevoll eingerichtet sind. Das Haus ist einfach und günstig, aber es besticht durch eine wirklich traumhafte Lage direkt am Strand. Touristen gibt es hier kaum, man kann es also tatsächlich als Geheimtipp bezeichnen.
Die Insel selbst ist wunderbar unaufgeregt. Das Hotel selbst hat kein Restaurant, so dass man sich Abends etwas suchen muss. Hier gibt es keine riesige, aber eine ausreichende Auswahl. Toller Blick aufs Meer ist garantiert, und der Fisch ist so frisch wie er schmeckt. Frühstück gibt es natürlich im Hotel, und Mittags kann man sich an der Bar eine frische Guacamole machen lassen. Beim faulenzen in der Hängematte verbraucht man auch nicht allzu viele Kalorien.

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Das Mawimbi ist wirklich uneingeschränkt zu empfehlen. Es ist genauso schön wie das Azulik, aber es kostet nur einen Bruchteil davon. Das gesparte Geld kann man in leckere Cocktails und frischen Fisch investieren. Die drei Tage waren eigentlich zu kurz – hier kann man sicher auch eine ganze Woche verbringen.

Mawimbi Homepage

Azulik in Tulum, Mexico

Wie organisiert man eigentlich eine Fernreise ohne Reisebüro? Man setzt sich viele Nächte vor den Rechner und recherchiert, was es so gibt. In unserem Fall stand nur das Ziel fest: Mexico. Genauer gesagt: Die Halbinsel Yucatan. Weil hier die Sonne scheint, der Strand toll ist und sich im Urwald viele, spannende Zeugnisse einer längst vergangenen Kultur verstecken. Und wenn man den Bauch lange genug in die Sonne gehalten hat, dann ist es doch eine nette Abwechslung, eine Expedition zu mystischen Maya-Pyramiden zu starten.

Die ersten drei Tage wollten wir nur eins: Uns entspannen. Und zwar nicht in einem der dort typischen Hotelbunker, sondern in einem kleinen, möglichst abgelegenen Häuschen. Ein guter Weg, solche Hotels zu finden, ist Tripadvisor. Nach einigem stöbern stieß ich auf das Azulik. Genau was ich gesucht hatte. 12 kleine, private Villen. Direkt am Strand, auf einer kleinen Klippe gelegen. Auf unserer Terrasse gab es sogar eine kleine, runde Badewanne aus kleinen, bunten Mosaiksteinchen. Ein Restaurant oder einen Speisesaal suchte man hier vergeblich. Wenn man Hunger hatte, dann steckte man eine kleine Fahne ans Geländer der Hütte um so den Zimmerservice herbeizulocken. Das klappte tatsächlich ganz wunderbar.

Die Hütten selber sind eine wunderbare Mischung aus Luxus und Enthaltsamkeit. Alles ist aus wunderschönem, edlen Holz gebaut. Ganz so, wie es die Einheimischen seit Jahrhunderten machen. Das Glas der Fenster ist eigentlich das einzige Detail, an dem man erkennt, dass die Hütte doch recht modern sein muss. Elektrischen Strom gibt es nämlich keinen. Das ist viel schöner, als es klingt. Man zündet eben Kerzen an, wenn es dunkel wird. Das hat seinen ganz eigenen Reiz. Alles in allem eine wirklich wunderschöne Erfahrung.

Eigentlich hat das Azulik nur zwei Nachteile. Der eine ist natürlich der Preis. Der Andere war damals sehr unerwartet: Der wunderschöne karibische Ozean vor dem Fenster ist
so laut, dass man kaum zum schlafen kommt.

http://www.azulik.com

Check in

Ein Blog. Mein Erster. Um von einigen besonderen Orte zu erzählen, nach denen ich teilweise lange gesucht habe: Kleine, feine Hotels. In denen man ganz besondere Momente erlebt und vielleicht die eine oder andere Erinnerung fürs Leben speichert. Viel Spaß damit!