Wir hatten diesen Sommer schon zwei Wochen in Finnland verbracht. Im November wollten wir noch etwas Sonne tanken. Es sollte aber keine Fernreise werden, da nur noch eine Woche Urlaub übrig war. Die Wahl fiel auf Portugal. Anfang November kann man hier nämlich durchaus noch in der Badehose am Strand liegen.Nach bewährtem Muster hatten wir auch dieses Mal einen Mietwagen und mehrere Hotels, in denen wir jeweils nur einige Tage bleiben wollten. Den Anfang machte das Vilalara Resort in der Algarve. Ich hatte mir Portugal eher wild und schön vorgestellt. Die Algarve ist allerdings das Grauen pur. Ein Hotelbunker neben dem nächsten. Als das Navi schon die Zielfahne zeigte, sah es immer noch so aus. Ich vermutete das schlimmste.
Als wir durch das große Tor auf die Anlage fuhren, sah die Welt übergangslos ganz anders aus. Das Hotel selber ist mittelgroß – es hat unter 100 Zimmern. Aber das ganze Areal ist gigantisch. Eingebettet in einen tropischen Park liegen verstreut einzelne Häuschen. Man merkt kaum, dass noch andere Gäste hier wohnen. Das fürchterliche Umland hat man auch schnell vergessen – man darf eben nur nicht das Hotel verlassen ;-)Zentraler Punkt der Anlage sind die Restaurants. Sie gruppieren sich alle um einen großen Pool. Das ganze liegt direkt am Meer, auf einer ca. 30 Meter hohen Klippe. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend. Eine lange Treppe führt direkt zum Strand.
Das Hotel gehört zur Kette der Small Luxury Hotels. Diesem Anspruch wird es auch voll und ganz gerecht. Hier ist alles vom feinsten. Die Einrichtung ist sehr modern und geschmackvoll – ohne dabei protzig zu wirken. Alles ist in bestem Zustand. Das Essen ist unglaublich. Und leider auch entsprechend teuer.Wir haben das Zimmer vergleichsweise günstig bekommen. Hier lohnt es wirklich, die Preissuchmaschinen zu bemühen. Liest man die Listenpreise auf der Homepage, kann man sich ein irres Lachen nicht verkneifen. Wir haben dank der Nebensaison und einigen Preisvergleichen allerdings nur knapp ein Viertel davon bezahlt.
Mit am schönsten war übrigens der Balkon des Zimmers. Hier gab es ein Plätzchen, auf dem ich es mit einem guten Buch und einer Decke locker eine ganze Woche ausgehalten hätte. Absolute Stille und ein Blick in den üppigen Park inklusive.
Für alle, die einfach Erholung suchen ist das Vilalara ein echter Tipp in der Nebensaison. Allerdings sollte man sich von der Algarve nicht allzuviel erwarten. Da war es wahrscheinlich mal sehr schön – heute ist da nur noch Beton.

